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Argumente am Stammtisch Erfolgreich gegen Parolen, Palaver und Populismus
Argumente am Stammtisch
Erfolgreich gegen Parolen, Palaver und Populismus




Klaus-Peter Hufer

Wochenschau Verlag
EAN: 9783899742459 (ISBN: 3-89974-245-1)
144 Seiten, kartoniert, 11 x 19cm, November, 2006

EUR 10,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Klaus-Peter Hufer, Dr. rer. pol., Habilitation in Erziehungswissenschaften, Privatdozent, Fachbereichsleiter der Kreisvolkshochschule Viersen/NRW, Veröffentlichungen zur Theorie und Praxis der politischen Bildung, u.a. Argumentationstraining gegen Stammtischparolen, Schwalbach/Ts. 7. Aufl. 2005



Stammtischparolen: Sie kommen plötzlich und aus der Mitte des Alltags. Wer darauf reagieren will, fühlt sich häufig überrumpelt und überfordert. Was sind Stammtischparolen? Wie wirken sie? Warum gibt es sie überhaupt? Und was kann ihnen entgegen gesetzt werden?

Wer Antwort auf diese Fragen sucht, wird hier fündig; das Buch beruht auf langjähriger Erfahrung des Autors mit seinem „Argumentationstraining gegen Stammtischparolen".
Rezension
Vorurteile sind weit verbreitet und fast zu einem beliebten Volkssport geworden. Man behauptet irgend etwas, weil es gerade in die eigene Befindlichkeit und Gefühlslage passt. Man grenzt andere aus und macht sie zu Sündenböcken und wertet sich selbst gleichzeitig auf. Es sind immer die anderen! Das vorliegende Buch "Argumente am Stammtisch" widmet sich sachkundig den Themen der Stammtischgespräche, warum sie für manche Menschen so wichtig sind und vor allem, was man ihnen entgegensetzen kann. Letztlich geht es darum, nicht einfach schweigend dabei zu sitzen, sondern aufzustehen im Namen der Menschenwürde. Denn wenn wir nicht darauf reagieren, manifestieren sich die teils dummen Diskriminierungen und Verunglimpfungen als Wahrheiten, die nicht mehr hinterfragt werden. Der Autor weiß, von was er spricht. Seit vielen Jahren ist er unterwegs, um Menschen zu trainieren und ihnen Argumentationshilfen gegen Stammtischparolen zu geben. Ein hilfreiches Buch mit vielen aufschlussreichen Materialien für den Unterricht.

Arthur Thömmes, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 7

1. Szenen aus dem Alltag 10
2. Worum geht es bei den Stammtischparolen? 13
2.1 Wie Stammtischparolen beschrieben werden 13
2.2 Streit um die Stammtischparolen 16
2.3 Die Sprüche unter der Lupe 20

3. Was tun? 27
3.1 Kaputte Gespräche 27
3.2 Was vielleicht doch geht 35
3.3 Manchmal hilft Ironie 41

4. Die veröffentlichte Meinung: Die Parolen hinter den Schlagzeilen 49
5. Wie gefährlich sind Stammtischparolen? 56
5.1 Menschenfeindlichkeit - Populismus -Rechtsextremismus 56
5.2 Auf „Bauernfang": die politischen Demagogen 62
5.3 Stammtischparolen anschaulich gemacht 66

6. Wo kommen die Stammtischparolen her? 70
6.1 Ein Experiment wirft Fragen auf 71
6.2 Vorurteile sind alte Bekannte 72
6.3 Von der Natur des Vorurteils 74
6.4 Natur erzeugt keine Vorurteile 78
6.5 Warum gegenteilige Informationen vermieden werden 83

7. Wo soll der Mut herkommen? — Zivilcourage gehört dazu 89
7.1 Was ist Zivilcourage? 89
7.2 Eigenschaften und Persönlichkeitsmerkmale 94
7.3 Zivilcourage gegen Autoritätsgläubigkeit 99

8. Contra geben mit Argumenten 109
8.1 Trotz der Gegenargumente— ein Plädoyer für das Argumentieren am Stammtisch 109
8.2 Argumente und Informationen gegen die Stammtischparolen 113
8.2.1 „Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg" 115
8.2.2 „Wir haben zu viele Ausländer hier" 118
8.2.3 „Wir sind nicht mehr Herr im eigenen Land" 120
8.2.4 „Ausländer sind kriminell"122
8.2.5 „Asylbewerber sind Wirtschaftsflüchtlinge" 124
8.2.6 „Ihre Armut haben die Entwicklungsländer selbstverschuldet" 127
8.2.7 „Die meisten Deutschen wussten nichts von der Judenvernichtung" 130
8.2.8 „Im Nationalsozialismus konnte man wenigstens ohne Angst auf die
Straßen gehen" 134

9. Noch ein paar Worte zum Schluss 139

Personenregister 142