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Eulenfisch

Übersicht

Impressum

2017

Eulenfisch 19/17
Leib und Leben

 
Eulenfisch 1/17
Begegnungen mit Wirklichkeit

 

2016

Eulenfisch 17/16
Bischof und Bistum

 
Eulenfisch 16/16
Flucht in die Fremde

 

2015

Eulenfisch 15/15
Tier und Wir

 
Eulenfisch 14/15
Rückkehr der Helden?

 

2014

Eulenfisch 2/14
Sein Zepter ist Barmherzigkeit

 
Eulenfisch 1/14
Der Antichrist - Mehr als die üblichen Bösewichter

 

2013

Eulenfisch 2/13
Eder Tag noch Stunde - Horizont Zeit

 
Eulenfisch 1/13
Hildegard von Bingen - Heilige mit Visionen

 

2012

Eulenfisch 2/12
Jenseits der Schrift - Bildtheologie

 
Eulenfisch 1/12
Klöster - Kolonien des Himmels

 

2011

Eulenfisch 2/11
Pontifex – Brücke und Fels

 
Eulenfisch 1/11
Lufthoheit - die Faszination der Engel

 

2010

Eulenfisch 2/10
Gierige Zeiten - heillos verstrickt

 
Eulenfisch 1/10
Religionsfreiheit - Freiheit schöner Gottesfunke!

 

2009

Eulenfisch 1/09
Torheit – Weisheit – Heil? Blicke auf das Kreuz

 

2008

Eulenfisch 2/08
Wie viel Wunder braucht der Glaube?

 
Eulenfisch 1/08
NEOATHEISMUS - COMEBACK DER GOTTESBESTREITER?

 

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Eulenfisch 19/2017 - Leib und Leben

Eulenfisch 19/2017
Limburger Magazin für Religion und Bildung

Leib und Leben



 
Verlag des Bischöflichen Ordinariates, Limburg - Verlagswebsite besuchen
ISSN 1866-0851

2017
86 Seiten, geheftet, 21 x 30 cm
 
7.00 Euro
 

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Körper, Seele, Leib

Ein Dreiklang, der es in sich hat. Es geht ums Ganze. Um den Menschen und das, was wir Leben nennen, um unsere Identität als geistig-geistliches Wesen, das ausgespannt ist zwischen Himmel und Erde. Nur wenig geringer als Gott (Ps 8,6) und doch so verwundbar, endlich und vom Tode bedroht. Das zugegebenermaßen irritierende Portrait des hl. Bartholomäus auf der Titelseite (vgl. auch S. 5) bringt diese Ambivalenz des Menschseins zum Ausdruck. Unser Körper ist nicht alles, aber ohne unseren Körper ist alles nichts. Er ist die Basis unserer Leiblichkeit, die für die Ganzheitlichkeit des von Gott geschenkten Lebens steht. Unser Leib schenkt uns Leben. Er ist der Herd unserer Empfänglichkeit, ermöglicht uns einen vorbegrifflichen Weltzugang und ist die natürliche Voraussetzung, mit anderen Menschen in Beziehung zu treten. Der Leib besitzt somit eine personalrelationale Dimension. Zugleich ist er das universale Medium der Gottesbeziehung. „Das Fleisch ist der Angelpunkt des Heils“, wie Tertullian sagt. Im Menschen Jesus, in seinem Fleisch, ist uns Gott leibhaftig erschienen und hat uns ermöglicht, Kinder Gottes zu werden. Offenbarung im Fleisch. Die bildliche Darstellung von Körperlichkeit – in ihrer Schönheit wie in ihrem Geschundensein – stellte für das Christentum nie ein Problem dar, da Gott unser Fleisch durch seine Inkarnation geheiligt hat. An Weihnachten feiern wir diesen revolutionären Medienwechsel. Neben die Tafel aus Stein treten die „Tafeln aus Fleisch“. Gott kommt in Jesus Christus zu uns und lädt uns ein, uns verwandeln zu lassen, damit wir an seinem göttlichen Leben teilhaben und zum Leib Christi werden: „Unverkennbar seid ihr ein Brief Christi, ausgefertigt durch unseren Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf Tafeln aus Stein, sondern – wie auf Tafeln – in Herzen von Fleisch.“ (2 Kor 3,3) Hier liegt das Geheimnis von Weihnachten, das in uns Wirklichkeit werden will.

Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes Neues Jahr.

Martin W. Ramb

Inhaltsverzeichnis

PERSPEKTIVEN

Gotthard Fuchs
Das ist mein Leib

Thomas Schumacher
Das Christentum - eine leibfeindliche Religion?

Eckhard Nordhofen
Die Einverleibung des Singulars

Holger Zaborowski
Leiblichkeit als Gabe

Charlotte Uzarewicz
Kranken-Pflege als ästhetische Arbeit

Ulrich R. Kleinhempel
Von Gottes- und Menschenbildern

Paul Platzbecker
Körperkult als verkappte Leibfeindlichkeit


PRAXIS

Ute Lonny-Platzbecker / Paul Platzbecker
Leiblich leben lernen

Ulrich Riegel / Michael Fricke
Effekte leiblichen Lernens

Elisabeth Buck
Paulus im Bewegten Religionsunterricht

Andreas Thelen-Eiselen
Totentanz - der Tod als großer Gleichmacher

Barbara Weyandt
"Es ist ein uraltes Bedürfnis den Tod zu personifizieren"

Clara Elisabeth Vasseur
Die leibliche Bibel


KULTUR

Thomas Menges
Ist das der Leib, Herr Jesu Christ ...

Matthias Cameran
Flesh Love Returns

Hubertus Holschbach
Ghost in the Shell

Karl Heinz König
Spagat zwischen figuraler und abstrakter Kunst



FORUM

Interviewreihe
Körper, Seele, Leib

Ulrike Barthelmess / Ulrich Furbach
Körper, Geist und Künstliche Intelligenz

Michael Hochschild
Aktivierung der Biomasse

Bischof Dr. Georg Bätzing
Demütiger Glaube oder ungläubiger Trotz?

Friederike Lanz
Von Gott, dem Urknall und den Simpsons

Christof May
"Wie geht's?" - "Läuft...!"

Martin Liepach
Frankfurter Judengasse



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